Nützliche Fachbegriffe:

Spannung: Potentialdifferenz zwischen zwei Punkten eines Schaltkreises. Sie wird in Volt (V) gemessen.
Strom: Strömungsintensität von Elektronen in einem Schaltkreis. Er wird in Ampere (A) gemessen.
Frequenz: Anzahl der Richtungsänderungen, die ein Wechselstrom in einer Sekunde vornimmt. Sie wird in Hertz (Hz) gemessen.
Widerstand: Widerstand eines Schaltkreises gegenüber der Elektronenströmung. Er wird in Ohm (Ω) gemessen.
Leistung: Über einen bestimmten Zeitraum von einem Elektrogerät erzeugte oder aufgenommene elektrische
Energie: Sie wird in Watt (W) oder in VoltAmpere(VA) gemessen
Leistungsfaktor: Verhältnis zwischen aktiver Leistung (W) und Scheinleistung (VA). Er zeigt die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom an und hängt von den gespeisten Geräten ab. Es handelt sich um eine unbenannte Zahl, die in cosφ angegeben wird.
Die Stromaufnahme des Geräts lässt sich folgendermaßen berechnen: Der Leistungsfaktor cosφ ist auf der Geräteplakette angegeben.

Wechselstromaggregat: W: V x A x cosφ (Leistungsfaktor)
Drehstromaggregat: W: √3 x V x A x cosφ (Leistungsfaktor)

Spannung 230 Volt Wechselstrom und 400 Volt Drehstrom mit Neutralleiter:
Ein reines 230 V Wechselstromaggregat erzeugt seine volle Leistung in dem zur Serienausstattung gehörenden hellblauen Anschluss. Auch bei 400 V Drehstrom ist ein Wechselstromanschluss vorhanden, die volle Leistung wird aber im Drehstromanschluss erzielt, im Wechselstromanschluss wird etwa 40 % der Leistung erzielt.

BEISPIEL: Stromaggregat Mod. EY-10TDE: 10 KVA Drehstrom und 4 KVA Wechselstrom. Auf Anfrage können gegen einen geringen Aufpreis auch auf 50 % oder 60% verstärkte Wechselstromaggregate geliefert werden. Auf jeden Fall entspricht die verfügbare Wechselstromleistung dem in Ampere angegebenen Stromwert auf dem 2-poligen 230 V Wechselstrom-Überlastschalter.

Unterschied zwischen 3000 und 1500 Umdrehungen:

Ein Stromaggregat mit 3000 Umdrehungen ist vor allem für den reinen Notstrom und gelegentlichen Einsatz geeignet und hat verglichen zu Modellen mit gleicher Leistung und 1500 Umdrehungen eine kürzere Lebensdauer, erzeugt stärkere Schwingungen, läuft geräuschvoller und weist mehr Verschleißmerkmale auf. Außerdem liegen die Kosten eines Modells mit 3000 Umdrehungen deutlich unter dem Preis eines Stromaggregats mit 1500 Umdrehungen. Die benzinbetriebenen Stromaggregate laufen alle mit 3000 Umdrehungen, Modelle mit 1500 Umdrehungen gibt es in dieser Kategorie nicht. Die Modelle mit 1500 Umdrehungen werden von uns “industriell” genannt, da sie zuverlässiger sind und sich besser für den Dauereinsatz eignen und bei korrekter, regelmäßiger Wartung im Vergleich zu Modellen mit 3000 Umdrehungen deutlich länger halten.

Unterschied zwischen Luftkühlung und Wasserkühlung:

Ein Stromaggregat mit wassergekühltem Motor ist qualitativ sicherlich besser als ein Stromaggregat mit luftgekühltem Motor, er hat einen geschlossenen Kühlkreislauf und wird mit Kühlflüssigkeit gekühlt, er sorgt für eine konstantere Temperatur und läuft außerdem leiser als luftgekühlte Aggregate und eignet sich somit besser für schallgedämpfte Ausführungen. Ein Stromaggregat mit luftgekühltem Motor wird über ein Gebläse gekühlt, das wiederum für die Kühlung der Zylinder zuständig ist. Da kein Kühler vorhanden ist, sind diese Ausführungen weniger wartungsintensiv und eignen sich somit besonders für schallgedämpfte Ausführungen.

Unterschied zwischen Stromaggregaten mit Benzin- oder Dieselmotor:

Es muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass es sich beim größten Benzinmotor unserer Herstellung um einen 12 KVA Generator handelt, für höhere Leistungen geht man automatisch zu Dieselgeneratoren über. Der Unterschied zwischen Benzin- und Diesel-Stromaggregaten ist grundlegend. Die Modelle mit Benzinmotoren erzeugen weniger Schwingungen und laufen im Vergleich zu Modellen mit Benzinmotoren deutlich leiser. Benzin-Stromaggregate sind leichter, sind kompakter und lassen sich per Handstart mit Wicklung einfacher starten. Allerdings sind diese nur für wenige Betriebsstunden pro Jahr geeignet. Im Vergleich zu Stromaggregaten mit Dieselmotor sind sie bei gleicher Leistung deutlich kostengünstiger. Dafür ist das Dieselmodell sparsamer, zuverlässiger, langlebiger und auch für stärker belastende Zwecke geeignet. Um eine korrekte Wahl treffen zu können ist es deshalb wichtig, die voraussichtlichen Betriebsstunden des Generators bereits im Voraus zu kennen.

Das geeignete Modell hinsichtlich der Geräts, das gespeist werden soll, wählen:

Um mit Sicherheit die geeignete Leistung des Stromaggregats zu wählen, sollte man festlegen, welche Art von Gerät gespeist werden soll, ob es sich dabei um eine ohmsche oder um eine induktive Last handelt und wie viel Strom dieses Gerät in KVA oder kW bei normalen Betriebsbedingungen aufnimmt, um dann das am besten geeignete ENERGY Modell zu wählen.

Die Leistungen unserer Stromaggregate werden folgendermaßen berechnet:

Um den Wert der aktiven Leistung in W oder kW zu berechnen muss der Wert des Leistungsfaktors cosφ mit dem Wert der Scheinleistung in VA oder KVA multipliziert werden.
Stromaggregat mit Wechselstromspannung: 1000 VA x cosφ 0,9 = 900 W – 1 KVA x 0,9 = 0,9 kW
Stromaggregat mit Drehstromspannung: 1000 VA x cosφ 0,8 = 800 W – 1 KVA x cosφ 0,8 = 0,8 kW

WICHTIG:
Die Stromleistung des Stromaggregats darf nicht unter der Summe der Leistungswerte (kW) der zu speisenden Elektrogeräte liegen, es ist allerdings ratsam, dass die Leistung des Stromaggregats um etwa 10-15% mehr beträgt.
Handelt es sich bei der Ladung, die das Stromaggregat speisen soll, um eine Reihe induktiver Lasten mit hohen Spitzenwerten, die gleichzeitig gestartet werden sollen, so muss ein geeignetes Stromaggregat hinsichtlich der Leistungssumme dieser Lasten (kW) mindestens die zweifache Leistung aufweisen.

ANMERKUNG. Für Elektromotoren gilt: 1 kW = 1,34 PS.
Umrechnung von PS in kW: HP : 1,36
Umrechnung von kW in PS: kW x 1,36


Ohmsche Lasten: Es handelt sich um Widerstände, Elektrobauteile mit Widerständen, die bei Stromfluss Energie in Hitzeform erzeugen. Beispiele: Glühbirnen, Öfen, Elektroöfen, Bügeleisen.
Induktive Lasten: Es handelt sich um induktive elektrische Bauteile, die Energie in elektromagnetischer Form erzeugen. Beispiele: Elektropumpen, Elektromotoren, Kühlschränke, elektrische Torantriebe, Klimaanlagen, Kompressoren, Betonmischer, Ventilatoren, Bohrer, usw.…